Kopierschutz

Fotopapier mit Scan-Schutz

Kopierschutz einmal anders: Mit speziellem Fotopapier. Damit soll das Einscannen eines gedruckten Bildes erschwert werden.

Verschiedene Kopierschutzmaßnahmen, wie beispielsweise Wasserzeichen oder unsichtbare Copyright-Vermerke für digitale Bilder, sind vielen Fotografen bekannt. Ob sie den tatsächlichen Kopiervorgang effektiv verhindern, sei einmal dahingestellt. Als Maßnahme zur Abschreckung vor einer ungenehmigten Nutzung sind sie zumindest geeignet.

Spezielle Beschichtung verhindert Scan des Bildes

Für „analoge“ (im Sinne gedruckter, nicht entwickelter) Bilder stehen solche Maßnahmen in der Regel nur in geringerem Umfang zur Verfügung bzw. haben auch hier höchstens abschreckende Wirkung. Den tatsächlichen Vorgang der Vervielfältigung eines gedruckten Bildes soll jedoch ein besonderes Fotopapier des Herstellers Le Bon Image verhindern. Das Papier (Bonjet Atelier Silk) ist mit einem feinen Seidenraster überzogen, das an traditionelle RA-4 und Schwarzweiß Seidenraster-Fotopapiere erinnert. Mit einer solchen Oberfläche kommen zumindest klassische Flachbettscanner nicht klar, so dass eine Digitalisierung nicht gelingt. Nachteil des Papiers ist allerdings der verhältnismäßig hohe Preis. Der Einsatz wird sich daher nur für Fotografen rechnen, die aus ihren Original-Drucken Profit schlagen können und eine ungenehmigte Digitalisierung per Scan verhindern wollen. Vor dem Abfotografieren schützt das Papier jedoch nicht.

Kopierschutz nur schwierig umsetzbar

Unter dem Strich steht es also auch in der Welt gedruckter Fotografien nicht allzu gut um den Kopierschutz. Während in der analogen Welt zumindest noch der Gegenstand des gedruckten (oder entwickelten) Bildes im wahrsten Sinne des Wortes festgehalten werden kann, so ist dies beispielsweise auf der eigenen Website kaum möglich.

Wie verhindert ihr die Weiterverbreitung eurer (digitalen oder analogen) Bilder? Verhindert ihr sie überhaupt, oder nutzt ihr sie als Werbung für eure Leistung? Kommentare sind erwünscht!

(Bild: © beermedia – Fotolia.com)

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Chefredakteur/Gründer

Rechtsanwalt Dennis Tölle

toelle

Dennis Tölle ist Partner der Kanzlei Tölle Wagenknecht. Er ist vorwiegend im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes und des Urheberrechts tätig. Er begleitet kleine und mittelständische Unternehmen bei der Entwicklung von Markenstrategien sowie des rechtskonformen Außenauftritts. Unternehmen und Privatpersonen steht er bei Fragen zum Persönlichkeits- und Äußerungsrecht zur Seite.

Dennis Tölle ist Gründer und Chefredakteur des Magazins rechtambild.de und Mitautor der Bücher „Recht am Bild: Wegweiser zum Fotorecht für Fotografen und Kreative“ (2. Auflage) und „Datenschutz in der KiTa – Grundlagen und Erläuterungen für den Umgang mit Daten“ sowie Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Südwestfalen.

E-Mail: d.toelle@rechtambild.de
Twitter: @dennistoelle


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    Veröffentlichung: 17. Juni 2013

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