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Unterlassungsanspruch eines Nichtprominenten bei Abbildung eines Prominenten

27 Juli 2015, 07:30

Kristina Bairova

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Privatsphäre Fotorecht

Nichtprominente Personen können im Einzelfall Unterlassung der Bildnisveröffentlichung verlangen, wenn trotz öffentlichem Interesse ihre Privatsphäre verletzt wird.

LG Frankfurt: unbefugt Intimfotos über Whatsapp zu verbreiten ist persönlichkeitsrechtsverletzend

Leitsätze der Redaktion: Niemand muss es dulden, dass von ihm Aktaufnahmen verbreitet werden. Durch die Verbreitung intimer Fotos wird das Persönlichkeitsrecht der betroffenen Person verletzt. Die Verbreitung greift in die Intimsphäre ein. Nicht jede Rechtsverletzung löst bereits einen Anspruch auf Ersatz des immateriellen Schadens aus. Nur unter bestimmten erschwerenden Voraussetzungen ist das unabweisbare Bedürfnis anzuerkennen, dem Betroffenen wenigstens einen […]

Urlaubsbilder von Frau Merkel – Ein Eingriff in die Privatsphäre

Seit dem Caroline v. Monaco-Urteil des EGMR ist klar, dass auch Prominente im Urlaub nicht per se fotografiert werden dürfen. Die Aufnahmen der Kanzlerin sind ein Beispiel für die Missachtung dieser Vorgabe. Trotzdem wird sie kaum dagegen vorgehen.

Fotografieren? Nein danke! – Wann der Auslöser ruhen sollte

Darf man alles und jeden fotografieren? Die Antwort ist so einfach wie eindeutig: nein – und aus diesem Grund für viele Fotografen ein Ärgernis. Auch wenn der Abzugsfinger noch so juckt, sollte er manchmal ruhen. Neben den bekannten Grenzen, wie dem Haus- und Eigentumsrecht (wir erinnern hierzu an die Entscheidungen des BGH, V ZR 44/10, […]

Neue Urteile in der Urteilsdatenbank

OLG Frankfurt: Haftung einer Bildagentur, 11 U 21/08 und 11 U 22/08 Leitsätze der Redaktion: Die Erkennbarkeit einer Person auf einem Foto entfällt nicht deshalb, weil diese sich altersbedingt verändert hat. Eines Beweises, dass die Person tatsächlich erkannt wird, bedarf es nicht. “Verbreiten” im Sinne des § 22 KUG umfasst (auch) Negative, Abzüge oder Drucke […]

Das “berechtigte Interesse” im Sinne des § 23 Abs. 2 KUG

30 April 2010, 11:28

Rechtsanwalt Dennis Tölle

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Ein großer Bereich der Berufsfotografie beschäftigt sich mit der Darstellung von Personen, die in der Öffentlichkeit stehen. Besonders in diesem Bereich besteht die Gefahr einer Verletzung des Persönlichkeitsrechts. Einschlägig ist hierbei § 23 Kunsturhebergesetz (KUG), in dem geregelt ist, wann eine Veröffentlichung ohne Einwilligung der abgebildeten Person zulässig ist. Von besonderer Bedeutung ist in diesem […]